Presseerklärung vom 13. September 2008
Die Universität soll bleiben! - Einladung zum Pressegespräch.
Eine Initiative der Fachschaftsrätekonferenz, der Immbisse „Curry-Grindel“, „Dilo“ und „Akdeniz“, des Eiscafés „Veneziana“, der „LOGO“ Musik & Bier GmbH, von „Print & Copy-Haus“ sowie des Restaurants „Klett“.
Die Fachschaftsrätekonferenz an der Universität Hamburg (FSRK) hat gemeinsam mit Geschäftsinhabern aus dem Grindelviertel die Unterschriften-Kampagne „Die Universität soll bleiben!“ angestoßen: „Laut Zeitungsberichten spekuliert Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) darauf, die Universität gänzlich auf den Kleinen Grasbrook an die Elbe zu verlegen. Dagegen ist die Uni im Grindel-Viertel an zentraler Stelle in der Stadt gut gewachsen und prägt die Gegend kulturell sehr nachhaltig. Auch viele Geschäfte, Buchläden, Cafés, Restaurants, Copyläden und Kinos sind eng damit verbunden sowie davon in ihrer Existenz abhängig. Deswegen soll die Universität an ihrem Ort bleiben und sich dort positiv entwickeln.“
So lautet das Votum, für das seit dem 15. August Unterschriften gesammelt werden. 3.055 Anwohner, Besucher und Universitätsmitglieder haben bereits unterschrieben und es wird weiterhin gesammelt. Über 74 Geschäfte, Gastronomie-Betriebe und Einrichtungen (Anlage) haben sich der Initiative angeschlossen. Zusätzlich haben die Eimsbütteler Bürgerinnen und Bürger seit dem Wochenende die Möglichkeit ein ebenso orientiertes Bürgerbegehren zu unterstützen.
Die Initiatoren wollen ins Bewußtsein rufen, daß die Universität historisch gewachsener Teil Eimsbüttels ist, heute in bewußter Verbindung zum ehedem jüdischen Viertel steht, die Urbanität und Weltoffenheit der Stadt erhöht und in ihrer Architektur Zeugin großer gesellschaftlicher Aufbrüche ist. Ihre bauliche Substanz ist hochwertig, erhaltenswert sowie erweiter- und entwickelbar. Dies ist durch die langjährige Unterfinanzierung der Einrichtung dringend nötig, aber weder unmöglich noch astronomisch teuer. Die Umsiedlungs-Pläne dagegen sprechen für einer große Ignoranz gegen das demokratische Erbe der Universität und gegen die sozialen und kulturellen Belange der Betroffenen. CDU und GAL haben bisher eine politische Beratung des Themas im Wissenschaftsausschuß der Bürgerschaft verweigert. Den wissenschaftspolitischen Sprechern der Bürgerschaftsfraktionen sollen daher am Donnerstag, den 18. September um 17 Uhr vor dem Rathaus die bisher gesammelten Unterschriften übergeben werden.
Wir laden Sie zum Pressegespräch ein, um über die Initiative, die Argumente gegen eine Verlagerung des Campus und sinnvolle Alternativen zu informieren. An dem Gespräch werden einige Initatoren und Unterstützer der Kampagne teilnehmen.
Dienstag, den 16. September 2008, 13 Uhr
Restaurant „Klett“, Bundesstraße 40 (Ecke Rentzelstraße)
Mit freundlichen Grüßen,
Golnar Sepehrnia und Till Petersen (Fachschaftsrätekonferenz (FSRK) an der Uni Hamburg.)